Neugeborenendurchfall Kälber

Durchfallerkrankungen gehören bei Kälbern innerhalb der ersten vier Lebenswochen zu den häufstigsten und verlustreichsten Erkrankungen.

Die meisten Neugeborenendurchfälle bei Kälbern und Lämmern sind Mischinfektionen. Neben Colibakterien als Haupterreger sind Rotaviren, Coronaviren und einzellige Darmparasiten (Kryptosporidien, Kokzidien) die häufigsten Erreger dieses Krankheitskomplexes. Monoinfektionen mit Escherichia coli werden als Coliruhr oder Colidiarrhö bezeichnet. Die meisten Colibakterien gehören dabei zum ETEC-Typ. Seltener sind die Erreger Salmonellen, Campylobacter, BVD-Viren oder andere darmpathogene Viren. Auch nicht infektiöse Ursachen wie Fütterung und Hygienemängel sind zu berücksichtigen.

Beim Neugeborenendurchfall erkranken die Kälber meist in der ersten Lebenswoche, wenige noch in der zweiten.

Die Inkubationszeit beträgt 24–48 Stunden. Danach treten wässrige, grau-gelbe Durchfälle auf. Durch den Wasserverlust tritt Austrocknung ein, und bald Störungen des Herz-Kreislauf-Systems. Durch den Verlust von Elektrolyten, und vor allem Bikarbonat, das als basischer Puffer wirkt, kommt es oft auch zu einer Übersäuerung. Der akute Krankheitsverlauf beträgt 3–6 Tage. Während die meisten Durchfälle ohne Entzündungen der Dünndarmschleimhaut ablaufen, kommt es bei Infektion mit Rotaviren und Coronaviren zur Atrophie der Dünndarmzotten.

Zur Prophylaxe spielt zuallererst eine ausreichende Hygiene und Kolostrumversorgung nach der Geburt eine Rolle.

Allicin und Durchfall

Allicin wirkt nachweisslich gegen Viren, Bakterien und Parasiten. Die nützlichen Darmbakterien werden dabei nicht angegriffen.

Verabreichung von kleine Mengen Allicin an durchfallerkrankten Kälbern hat sich als sehr Wirksam gezeigt. Der Durchfall lässt schon nach kurzer Zeit nach.

Als vorbeugende Maßnahme hat sich die Gabe von Allicin an kalbende Kühe sehr bewehrt. Der Keimdruck auf die Kuh wird reduziert und das Kalb kommt somit viel seltener mit Erregern in Kontakt.

Für das Muttertier ist das kalben ein sehr großer Stressfaktor. Die Umstellung des Organismus (laktose Start) stellt ebenfalls eine erhöhte Belastung dar. Hier ist das Risiko für eine Mastitisinfektion sehr groß.

Allicin ist hier hervorragend geeignet das Immunsystem wären dieser Phase zu unterstützen. Ein verbesserter Laktose Start wurde ebenfalls beobachtet. Hier lässt sich in der Bekämpfung von Infektionen in einer Herde die meisten Kosten sparen.

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