Was ist Borreliose?

Was ist Borreliose?

Borreliose (Lyme) ist eine allgemeine Bezeichnung für eine Gruppe von bakteriellen Infektionskrankheiten, die durch Bakterien aus der Gruppe der Borrelien (Spirochäten) ausgelöst werden. Die Erkrankungen kommen beim Menschen und allen anderen Säugetieren vor und können durch den Befall aller Körpergewebe vielfältige klinische Symptome auslösen. Die Übertragung erfolgt vor allem durch Zecken und Läuse. Oft wird der Begriff der Borreliose mit der Lyme-Borreliose gleichgesetzt.

Was ist Borreliose: Das wichtigste auf einen Blick

  • Übertragung durch Zeckenbiss (oder Spinnen, Mücken, Milben und Flöhe), meist im Sommer
  • Die Inkubationszeit vom Biss bis zum Ausbruch der ersten Symptome: eine bis mehrere Wochen
  • Erste Symptome: Hautrötung (“Wanderröte”), grippeähnliche Symptome mit Kopf-, Gliederschmerzen, Fieber
  • Symptome Spätborreliose: Lähmungen, Nervenschmerzen (Neuroborreliose), Gelenkentzündung, Leistungsstörungen der Herzaktivität
  • Die Behandlung erfolgt meist mit Antibiotika (Alternativ: Allicin)
  • Vorbeugung: frühzeitiges und fachgerechtes Entfernen der Zecke

Lyme-Borreliose ?

Lyme-Borreliose = Borreliose

Die Lyme-Borreliose oder Lyme-Krankheit wird durch das Bakterium Borrelia burgdorferi ausgelöst. Es können alle Organe, das Nervensystem, die Gelenke und das Gewebe befallen werden. In Europa erfolgt die Übertragung meist durch den Holzbock, eine Zeckenart (in der Regel in einem Zeitfenster von 8 bis 12 Stunden nach dem Einstich); sehr selten auch durch Stechmücken oder Pferdebremsen.

Borreliose nach Zeckenbiss

Nach Schätzung des Robert-Koch-Instituts liegt die Wahrscheinlichkeit, nach einer in Deutschland erlittenen Zeckenattacke an Borreliose zu erkranken, bei 1 zu 300. Ungefähr fünf bis 35 Prozent der Zecken in Deutschland sind mit Borreliose-Erregern infiziert. In der Regel kommt aber nur bei ungefähr einem bis sechs Prozent der Zeckenstiche zu einer Infektion und auch nur ein kleiner Teil der infizierten Menschen erkranken dann auch tatsächlich an Borreliose.

In Hochrisikogebieten (Brandenburg, Sachsen und Bayern) dagegen muss man gemäß einer Studie der Universität Heidelberg von einer wesentlich größeren Gefahr ausgehen: Bei etwa einem von zehn Betroffenen ist mit einer Erkrankung zu rechnen. Allgemein ist die Zahl der Erkrankungen in Städten niedriger als in ländlichen Gebieten, da sich die Zecken bevorzugt in Wäldern und Wiesen aufhalten. Allerdings basieren diese Angaben lediglich auf Schätzungen, da zuverlässige Daten über das Erkrankungsrisiko nach einer erfolgten Infektion mit Borrelia burgdorferi fehlen.

Auch wenn die Chancen gering sind, an Borreliose zu erkranken, ist schnelles Handeln bei einer Infektion ratsam. Wird die Borreliose früh behandelt, bestehen gute Heilungschancen. Eine Verschleppung kann Spätfolgen nach sich ziehen (Neuroborreliose).

Zeckenwarnung Borreliose - Was ist Borreliose

Borreliose-Symptome

Das Krankheitsbild einer Borreliose kann sehr vielgestaltig sein. Im ersten Stadium leiden viele Patienten an grippeähnlichen Symptomen. Es bildet sich an der Zeckenbissstelle eine Hautrötung, die langsam größer wird (Wanderröte).
Im weiteren Verlauf befallen die Erreger weitere Organe. Entsprechende Symptome treten erst Wochen bis Monate nach dem Zeckenbiss auf. So kann es zu einer sog. Neuroborreliose kommen, wenn die Borrelien das Nervensystem befallen.
Spätfolgen die erst Monate oder Jahre nach der Infektion auftreten, werden im dritten Stadium beschreiben. Hier ist die Borreliose dann chronisch. Entzündungen der Gelenke (Lyme-Arthritis), der Haut oder des Gehirns und Rückenmarks sind mögliche Folgen.
Eine ausführliche Beschreibung der Borreliose-Symptome in den drei Krankheitsstadien finden Sie hier: Borreliose-Symptome.

Frau mit Fieber im Bett Borreliose - Was ist Borreliose

Neuroborreliose

Eine Neuroborreliose ist keine separate Erkrankung sondern tritt auf, sobald bei einer bestehenden Borreliose das Nervensystem infiziert wird. Dabei entzünden sich oft die Nervenwurzeln des Rückenmarks, was Nervenschmerzen auslöst. Weitere Symptome sind beispielweise Schwindel oder Taubheitsgefühle, Sehstörungen, starke Kopfschmerzen und Sehstörungen. Kinder erkranken oft an einer Hirnhautentzündung. Die Symptome einer Neuroborreliose können Monate oder auch Jahre nach der Infektion auftreten.
Weitere Informationen um Thema: Neuroborreliose

Borreliose Behandlung

Eine Borreliose wird meist mit Antibiotika behandelt. Dabei hängen Art, Dosierung und Dauer der Behandlung vom Stadium der Borreliose ab. Eine Behandlung in der Frühphase der Borreliose-Erkrankung (ist) wesentlich wirksamer, da sich die Bakterien noch nicht die Zeit hatten, sich im Körper zu verteilen.
Eine Antibiotikabehandlung hat aber auch Nebenwirkungen. Wer ein Antibiotikum einnehmen muss, bekämpft damit nicht nur die gefährlichen, sondern auch die nützlichen Bakterien die beispielsweise in unserem Mund und unserem Darm leben. Diese Bakterien sorgen für eine richtige Verdauung und Erhaltung einer gesunden Darmflora.

Holzpuppe symbolisiert Schmerz - Was ist Borreliose

Borreliose Behandlung alternativ mit Allicin

Borreliose lässt sich auch alternativ mit Allicin behandeln. Allicin wirkt ausgezeichnet gegen viele pathogene Bakterien und ist hoch wirksam gegen Borreliosen (Boreliose oder Borrelien) und damit bestens geeignet für eine alternative Borreliose Behandlung und als Alternative zu Antibiotika zu empfehlen. Dabei werden die für den Menschen wichtigen Bakterien nicht angegriffen und die Darmflora bleibt gesund.

Allicin auch zur Behandlung einer Neuroborreliose geeignet

Weil Allicin sich an Wasser heftet überquert es mühelos die Blut-Hirn-Schranke und hilft auch noch im 2. und 3. Stadium der Borreliose, was bei den meisten klassischen Antibiotika nicht der Fall ist. Allicin ist auch zur Behandlung einer Neuroborreliose geeignet.

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